Nutzen von Solarthermieanlagen


Viele Experten betonen immer wieder, dass der Nutzen der Solarthermie viel zu wenig in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Dabei können durch die Installation einer Solarthermieanlage mit vergleichsweise geringen Kosten erhebliche Mengen an fossilen Brennstoffen eingespart werden. Dadurch ergibt sich natürlich auch eine dementsprechend beträchtliche Minderung an Kohlendioxidausstoss. Drei grosse Einsatzbereiche für die Solarthermie bringen erhebliche positive Effekte:

 

  • Nach Berechnungen kann eine Solarthermieanlage mit einer Grösse von rund 1,5 Quadratmeter (Flachkollektoren) pro Person und einem Speicher mit ca. 300 Litern Inhalt im Jahresdurchschnitt rund drei Fünftel des Bedarfs an warmem Wasser decken.
  • Bei der kombinierten Warmwasser- und Heizungsunterstützung kommt zu den Einsparungen bei der Trinkwassererwärmung rund ein Viertel an Einsparungen an Heizenergie hinzu.
  • Bei der solarthermischen Kühlung kann die Sonnenwärme während der Sommermonate in Absorptions- oder Adsorptionskältemaschinen eingesetzt werden, wenn ein besonders grosser Bedarf an Kühlung vorhanden ist. Hier ist der grosse Vorteil also die zeitliche Übereinstimmung zwischen Angebot und Nachfrage.

Es ist wichtig, zu welchem Grad die Solaranlage das bestehende Heizsystem unterstützen soll. Dies beeinflusst die Grösse, den Ertrag und die Wirtschaftlichkeit der Solaranlage. Im Sommer reicht der Ertrag einer thermischen Solaranlage aus, um den Wärmebedarf eines Hauses alleine zu decken. Eine Steuerungseinheit sorgt dafür, dass das Heizsystem aushilft, wenn nicht genügend Energie solar erwirtschaftet wird.

 

So lässt sich die Gas-, Öl- oder Stromrechnung beträchtlich reduzieren und das Haus wird zum Grossteil mit umweltfreundlicher Energie versorgt. Es ist nicht nur die Wirtschaftlichkeit der Anlage an sich wichtig, sondern auch die Rentabilität des gesamten kombinierten Heizsystems – also die solaren Erträge sowie die Einsparungen an Öl, Gas oder Strom.