Wartung von Solarthermieanlagen


Qualitativ hochwertige Solarthermieanlagen können heutzutage eine Lebensdauer von ungefähr 20 bis 25 Jahren und sogar noch länger erreichen. Für eine lange Lebensdauer ist ein regelmäßige Wartung wichtig, denn nach einer gewissen Zeit können sich trotz reibungslosem Betrieb kleinere Leistungseinbussen einschleichen. Aber im Allgemeinen gelten Solarthermieanlagen als wartungsarm, zur Sicherung der Anlageneffizienz und ihrer Betriebssicherheit ist eine regelmäßig Wartung jedoch sinnvoll und empfehlenswert. Eine gesetzliche Regelung zur Anlagenwartung, wie bei herkömmlichen Heizsystemen, gibt es dabei zwar nicht, eine regelmässige Überprüfung der Solarthermieanlage sollte im Interesse des Betreibers aber dennoch durchgeführt werden.

 

Empfehlung: bern.solar empfiehlt alle 3-4 Jahre eine einfache Sichtkontrolle, bei der etwaige Mängel aufgedeckt werden können. Bei Störungen in der Zwischenzeit sollten Sie sich allerdings sofort bei uns melden!


Betriebsstörungen durch falschen Anlagenbetriebsdruck

Der Betriebsdruck einer Solarthermieanlage ist durch die unterschiedlichen Temperaturen im System keineswegs immer gleich, wird aber im Wesentlichen durch das Membran-Ausdehnungsgefäß ausgeglichen. Während die Temperatur bei der Befüllung bei rund 20 Grad Celsius liegen kann, steigt der Betriebsdruck bei mittleren Temperaturen von 80 Grad Celsius deutlich an. Der Anlagendruck richtet sich dabei nach der Höhe der Anlage, sowie dem benötigten Vor-Druck für das Membran-Druckauslegungsgefäss. Über das Manometer lässt sich der aktuelle Betriebsdruck ablesen.

 

Während Druckabweichungen nach oben in der Regel kein Grund zur Besorgnis sind, stellen Druckabfälle durchaus ein Problem dar, da ein verminderter Druck zu Unterbrechungen des Solarkreisvolumenstroms und damit unweigerlich zu Leistungseinbußen führen kann. Der Ursache für den Abfall des Betriebsdrucks muss somit umgehend nachgegangen werden. Die Gründe sind oftmals mit undichten Stellen innerhalb der Anlage zu erklären, die es schnellstens zu finden und auszubessern gilt. 


Zustand der Solarflüssigkeit im Auge behalten

Die Solarflüssigkeit ist ein Gemisch aus Wasser, Propylenglykol (Frostschutz) und Inhibitoren (Korrosionsschutz). Sie dient als Wärmeträger und wird mittels Umwälzpumpe durch das Rohrsystem vom Kollektor bis hin zum Wärmeübertrager und wieder zurück geleitet. Ist die Flüssigkeit „gekippt“, die Wärmeträgerflüssigkeit also schlecht geworden, ist der Frost- und Korrosionsschutz nicht mehr sichergestellt.

 

Eine Alterung der Flüssigkeit im Laufe der Betriebszeit ist dabei völlig normal, in der Regel ist ein vollständiger Wechsel der Wärmeträgerflüssigkeit nach etwa 10 bis 12 Jahren gegeben, kann aber durchaus auch eher fällig werden. Etwa dann, wenn der Alterungsprozess der Flüssigkeit durch Überhitzungen oder Oxidation beschleunigt wurde.

 

Der Frostschutz sollte bis -25 Grad Celsius sichergestellt sein, was mit Hilfe eines Refraktometers oder Aerometers bestimmt werden kann. Der pH-Wert der Solarflüssigkeit sollte mindestens 7 betragen und lässt sich, ebenso wie der Frostschutzwert, mit Hilfe von geeigneten Messgeräten kontrollieren. Auch eine Braunfärbung oder ein stechender Geruch sind Anzeichen für eine Überalterung der Wärmeträgerflüssigkeit. Liegt der pH-Wert unter dem Mindest-pH-Wert von 7, so ist das ein Zeichen für eine schlecht gewordene Solarflüssigkeit, die umgehend gewechselt werden sollte.

 

Nach dem Ablassen der alten Trägerflüssigkeit muss die Leitungen jedoch zunächst mit klarem Wasser gespült werden, um verbliebene Schmutzpartikel zu entfernen und einen guten Durchfluss sicherzustellen. Auf eine korrekte Entlüftung nach der neuerlichen Befüllung ist ebenfalls zu achten, da Restluft zu Störungen der Anlage führen kann.


Verschmutzungen und Tierbisse

Verschmutzungen der Solarkollektoren führen unweigerlich zur Beeinträchtigung der Durchlässigkeit der Glasabdeckung, deren Folge Leistungseinbussen in erheblichem Umfang sein können. Sind die Kollektoren stark verunreinigt, sollte aus Gründen der Ertragssicherung eine Reinigung erfolgen.

 

Leistungseinbussen können aber auch durch Schäden an der Wärmedämmung (Alterung, Tierverbiss, Vogelpicken) herbeigeführt werden. 

Quelle: solaranlage-ratgeber.de


Wartung von Wärmepumpen

Auch wenn unsere Produkte über eine sehr grosse Betriebssicherheit verfügen, ist es gut zu wissen, dass im Störungsfall ein kompetentes Serviceteam zur Verfügung steht. Die Service-Techniker kennen unsere Wärmepumpen seit Jahren und bringen ihre tägliche Erfahrung mit in die Entwicklung unserer Produkte ein.

 

Zu behaupten, dass unsere Produkte wartungsfrei seien, wäre etwa gleich falsch wie dass es eine jährliche Kontrolle brauche. Eine Wartung beziehungsweise ein  Check im 5 Jahres Rhythmus ist völlig ausreichend. 

 

Wärmepumpen mit einem Kältemittelinhalt von über 3 kg sind meldepflichtig und einer periodischen Dichtigkeitskontrolle unterworfen. Unsere Wärmepumpen sind bis und mit der AWS 18 von diesen Massnahmen befreit, da durch spezielle Konstruktionen sensationelle COP-Werte mit einem maximalen Kältemittel Füllgewicht von 2,99 kg erreicht werden. Ein Vergleich mit den Produkten unserer Mitbewerber lohnt sich.